Die Benzin Verarschung und mein E10 Schwur
Zunächst mal ein kurzer Überblick, was in meinem Gedächtnis von den Geschehnissen auf dem “Treibstoffsektor” noch so präsent ist und wie es weitergehen soll:
- Etwa zum Jahreswechsel 2007 / 2008 wird Normalbenzin genauso teuer wie Superbenzin. Begründet wird das irgendwie saudämlich mit der starken US Nachfrage nach Normalbenzin. In Wahrheit sollte nur das von der Industrie längst geplante Ende vom Normalbenzin eingeläutet werden.
- Vor etwa einem Jahr war es dann soweit, Normalbenzin war Geschichte.
- Nun gibt es also E10, leider musste zuvor das Superbenzin teurer werden, damit man E10 über den Preis in den Markt drücken kann, die Unruhen in Arabien kommen gerade recht, um eine tolle Begründung zu haben.
- Das Ende vom Superbenzin ist ebenfalls bereits beschlossen. Künftig gibt es nur Super plus. Dieses Benzin, das noch nie irgendjemand gebrauchen konnte. Sehen wir mal von tiefergelegten, breitbereiften und heckbespoilerten Autos ab, die von diesen wenigen Typen ohne Schwanz und Eier gefahren werden.
- Superbenzin ist preislich ja bereits auf dem Weg zum Super plus, die gleiche Verarschung wie damals beim Normalbenzinpreis.
- Im Bereich des Dieselsprits werden verschiedene Treibstoffbeimischungen mit Ethanol und Pflanzenöl untersucht, im Flottenbetrieb scheinbar auch teilweise eingesetzt.
Das Ethanol, welches dem Kraftstoff E10 mit einem Anteil von 10 Prozent beigemengt wird, gewinnt man überwiegend aus dem Anbau von Mais und Zuckerrüben. Aber auch Weizen wird dafür verwendet. Eine kleine Info am Rande: In Brasilien gibt es bereits einen Kraftstoff E85, der dann eben 85 Prozent Ethanol enthält. Ich lehne das strikt ab. Nicht nur weil Motoren älterer Bauart dadurch geschädigt werden können (unbedingt Hersteller vor dem Tanken befragen!), sondern weil große Flächen wertvolles Ackerland nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen.
Alleine für den deutschen Ethanolbedarf müssen jährlich 4,5 Millionen Tonnen Getreide angebaut und geerntet werden. Das entspricht ungefähr der Ernährung von 5 Millionen Menschen! Ich halte das im Angesicht des wieder zunehmenden Hungers auf der Welt für eine moralische Bankrotterklärung. Auch im Hinblick auf die Belange des Umweltschutzes ist dieser Kraftstoff ein Witz. Weitere Informationen dazu gibt es z.B. beim Umweltinstitut München.
Darüber hinaus ist es dem Verbraucher ja seit Jahrzehnten klar, dass es ein Preiskartell gibt und es ist seit Jahrzehnten jedem klar, der nicht völlig beschränkt ist, dass der Staat gegen dieses Kartell nichts unternehmen will, mittlerweile vielleicht auch nichts mehr unternehmen kann.
Ich für mich habe jedenfalls beschlossen, mir selbst sogar regelrecht geschworen, kein E10 zu tanken. Ich mache nicht mehr mit und hoffe auf bald erhältliche, bezahlbare und alltagstaugliche Elektroautos, die ich mit 100 Prozent Ökostrom betanken kann. Bis dahin tanke ich zähneknirschend das teure Super- bzw. Superplusbenzin und sehe zu, dass ich so wenig wie möglich den Wagen benutze. Auf Twitter habe ich den Hashtag “#e10schwur” kreiert, wer mag kann den gerne benutzen, um eine evtl. vorhandene, gleiche Geisteshaltung zum Ausdruck zu bringen
Macht der den Satchmo
Sachen gibt’s … da kann man nur staunen Weiterlesen... »
Beam me up, Scotty!
Neueren Überlegungen der NASA zufolge, die auch auf Erkenntnissen aus der Arbeit mit dem relativ neuen Kepler Teleskop resultieren, gibt es alleine in unserer Galaxie, also der Milchstraße, etwa 50 Milliarden (50.000.000.000) Planeten. Nimmt man an, dass nur jeder tausendste Planet passende Eigenschaften hat und zugleich in der bewohnbaren Zone um seine Sonne liegt, dann bleiben 50.000 Planeten übrig, auf denen Leben existieren könnte. Nimmt man nun an, dass wiederum nur jeder tausendste von diesen Planeten tatsächlich Leben hervorgebracht hat und das sind wohl eher sehr pessimistische Annahmen, dann bleiben rein statistisch in unserer Galaxie 50 von Leben besiedelte Planeten übrig.
Dann muss man aber sehen, dass alleine das uns bislang bekannte Universum von etwa 100 Milliarden Galaxien durchzogen ist. Macht also rechnerisch schlappe 5.000 Milliarden mit Leben besiedelte Planeten im uns bislang bekannten Universum. Hey, ich will Euch da draußen kennenlernen, finde aber leider nicht das richtige Reisebüro. Nicht mal online
Issa guttä Chosä
Es war so in den Jahren um 1975 herum. Es war in München, irgendwo in der Schleißheimer Straße zwischen der Georgen und dem Nordbad.
Ich musste meine Jeans einfach dort kaufen, es war nicht nur wegen der Jeans, es war wegen dem Laden und es war wegen Spiegelstein. So hieß der Besitzer. Schon damals nicht mehr jung, gebeugt und mit einer krass hässlichen Panzerbrille auf der Nase, hinter der trübe seine riesigen Augen schwammen. Man konnte sich in dem Laden nichts selber aussuchen, das war die Masche, denn man verzweifelte schier an der unglaublichen Menge von Jeans, die nach einem völlig undurchschaubaren System in grotesken Stapeln angeordnet waren. “Brauchen Sä Chosä? Hab ich scheenä neiä Chose hereinbekommä! Gefällt Ihnä bestimmt was gutt!” Dann hatte er die Erste schon zum probieren in der Hand. Von hier an war es immer Dasselbe. Während man so probierte telefonierte er mit Frankreich. Immer. Er sprach unglaublich gut Französisch, vermutlich hat er dort länger gelebt als in Deutschland. Kam man schließlich mit der “Chosä” aus der Kabine war der Spruch immer der Gleiche, ganz egal wie man aussah: “Ahhh, passta gutt dä Chosä! Scheene Chosä. Geb ich Ihnä ginstig!” Ich war damals auch erst fünfzehn und es kostete irgendwann schon Überwindung ihm zu signalisieren, dass auch diese achte oder zehnte Jeans noch nicht die Richtige war. Er kletterte wie der Blitz in seinem Laden rum und wenn es gar nicht werden wollte, zerrte er plötzlich irgendwo einen Karton raus, schnitt die Klebestreifen auf und strahlte: “Ist ganz neie Warä, noch nicht ausgereimt. Gefällt Ihnä bestimmt gutt!” Allerspätestens danach war man restlos erledigt und kaufte sich eine scheenä neiä Chosä.
Irgendwann war der Laden dann leider weg und den Herrn Spiegelstein habe ich auch nie wieder gesehen. Würde ich heute noch hingehen
Mehr Komfort
Nur ein kurzer Hinweis: Man kann auf dem Mayerschen Notizblog nun Kommentare hinterlassen, indem man sich mit seinem Twitter Account authentfifidings – Ihr wisst schon… Natürlich funktioniert der “normale” Kommentarmodus auch weiter wie bisher.
Wappentiere
Bären, Adler, Löwen, das alles kommt ja doch relativ häufig vor als Wappentier, Pferde sind da eher selten. Allerdings – gerade meine Wahlheimat Niedersachsen hat ja nun so ein Pferdchen im Landeswappen. Nur, damit hat jetzt das Zebra im neuen Logo des Notizblogs absolut nichts zu tun. Das Zebra ist zwar ein Pferd, genau genommen ein Wildpferd und ich mag Pferde auch recht gut leiden, den Sprung auf diesen Platz schafft das Tier allerdings in erster Linie wegen der hübschen Zeichnung in seinem Fell. Ein wenig Schwarzweißmalerei muss hier einfach auch Platz haben. Dazu kommt hoffentlich der Effekt, wenn die heiße Luft zu sehr hier im Bloggeschreibsel flimmert, sich das Zebra wegen seines “Tarnanzugs” kaum noch zu erkennen geben möge. So quasi als Frühwarnsystem. Öh… geht schon los
Honigfalle für Spambots
Zig Trap heißt ein relativ neues Plugin für WordPress und es macht das Leben leichter, indem es Spambots eine Falle stellt. Dieses Plugin fügt in den Kommentarbereich eines jeden Artikels ein Feld ein, das für normale, also menschliche Besucher vollkommen unsichtbar ist. Für Bots hingegen ist es sichtbar und natürlich wird der blöde Roboter versuchen dort etwas hineinzuschreiben. Dieser Versuch ist der Hinweis für WordPress den Kommentar erst gar nicht zu speichern. Darüber wird der Bot dann anstandshalber auch noch unterrichtet
Dieses Plugin benötigt WordPress in der Version 3.0 oder höher und PHP 5. Es braucht nur installiert und aktiviert zu werden, weitere Einstellungen sind nicht durchzuführen.
Hier könnt Ihr Euch das Teil herunterladen.
Ein ganz privater Service
Vielleicht zuckt Ihr, liebe Leserinnen und Leser, nur gelangweilt mit den Schultern, vielleicht kennt Ihr das alles ja längst, ich hingegen bin erst dieser Tage über das Werkzeug der sogenannten “Privacy Box” gestolpert und da mir die Idee im Grundsatz gut gefällt, dachte ich eben “schreibst ein paar Zeilen drüber”… Weiterlesen... »
Dies irae
Die Tage des Zorns haben etwas bewirkt! Das ägyptische Volk hat weitgehend friedvoll den sturen alten Diktator zur Aufgabe gezwungen. Zunächst soll die Macht für eine Übergangsphase nun ans Militär übergehen. Damit ist noch keine Demokratie verwirklicht, aber zumindest können nun berechtigte Hoffnungen bestehen. Nach den langen Tagen des Machtkampfes soll und darf nun aber erst einmal gefeiert werden. Dabei wünsche ich den Menschen in Ägypten und den Ägyptern auf der ganzen Welt größtes Vergnügen. Vielleicht mögen sie ja die Tunesier dazu einladen mitzufeiern?
Über die notwendigen, riesigen Anstrengungen, die Gefahren, Hindernisse und Stolpersteine kann dann ab morgen wieder nachgedacht werden…
GMX bzw. 1&1 – Das Allerletzte
Achtung! Es folgt ein langatmiges Posting.
Viele Jahre lang hatte ich bei GMX einen kostenpflichtigen Mailaccount. Letzten Herbst wurde mir die Sache dann zu blöd, weil die ständig an ihrer Technik rumgebastelt haben und der Dienst immer langsamer wurde oder gleich gar nicht erreichbar war. Ist ja auch kein Wunder wenn man 1&1 in die Hände fällt, da funktionierte ja außer Werbung und Inkasso noch nie was. Also habe ich gekündigt: Weiterlesen... »
Zuviel Trauriges
50 – 44 – 53
Diese Zahlen entsprechen dem Lebensalter, das drei Menschen nur erreicht haben, die aus meinem Freundeskreis innerhalb eines einzigen Jahres (!) verstorben sind. Zwei Männer und eine Frau. Zweimal Krebs und eine geplatzte Bauchschlagader. Drei traurige Familien. Dreimal Fassungslosigkeit. Dreißig Jahre zu früh. Mindestens. Ich denke fast jeden Tag an sie; mehr vielleicht, als zu Lebzeiten. Mal traurig, mal dankbar, mal schmunzelnd.
Zu all dem noch der grauenvolle Unfall vor ein paar Monaten, bei dem Karin und ich die einzigen Augenzeugen waren. Der Motorradfahrer starb vor unseren Augen.
Dies alles hat mich verändert. Stiller werden lassen. Ein wenig ängstlicher auch. Ich wollte es jetzt aufschreiben. Vielleicht stecke ich’s dann besser weg.
Jetzt auch auf Facebook
So, jetzt isses also alles beisammen, was Mann oder Frau heutzutage so braucht:
Das nun schon im sechsten Jahr real existierende, selbstgehostete WordPress Weblog, seit mehr als drei Jahren ein Twitteraccount mit inzwischen mehr als 5.000 komisch-fragwürdigen Textglobuli und seit ein paar wenigen Tagen gibt es jetzt die Facebook Fanseite. Damit ist alles gesagt. Nee, nicht ganz; Weiterlesen... »
The Rivva flows nicht mehr
Unbeholfenes Nachdenken zum Rivva Ende
Auch wenn es womöglich etwas pathetisch klingt – ich bin immer noch aufgewühlt über den Sachverhalt, dass es Rivva nicht mehr geben soll. Ich kenne Frank Westphal, den Betreiber nicht, weiß nichts über Geschichte und Hintergründe, ich wusste noch nicht einmal, dass er das ganze Projekt völlig alleine gestemmt hat. Ich habe mich nie damit auseinandergesetzt, ob und wie Geld damit verdient wird, was das Teil wert ist, ich habe es einfach benutzt. Gar nicht mal so intensiv, aber regelmäßig und sehr gerne. Ich fand es sehr ansprechend gemacht, genau auf den Punkt gebracht was ich da wollte. Optisch ohnehin klasse und inhaltlich waren es ja gerade die Überraschungen, die mich da immer wieder hingetrieben haben. Weiterlesen... »
Neue Version von “Green Manalishi”
Das WordPress Theme “Green Manalishi” liegt ab sofort in der Version 2.0 vor. Optisch hat sich nichts verändert, aber die Funktionalitäten sind jetzt auf WordPress 3.0 ff abgestimmt. Die alte Version bleibt für einige Zeit ebenfalls noch verfügbar. Zum Download
So ein Zufall
Der Sommer 2004 war aus vielerlei Gründen kein guter Sommer. Nicht nur das Wetter war bescheiden, sonst auch so ziemlich alles. Für mich jedenfalls. Allerdings war das Wetter am 7. August gut. Da radelte ich in den Westpark und wollte dort ein Buch zu lesen beginnen, das ich mir ein paar Tage zuvor gekauft hatte. Weiterlesen... »
